Viele Patienten haben große Angst vor einer Stimmband-Operation. Sehr oft lässt sich ein Eingriff auch durch sogenannte konservative Maßnahmen (Medikamente, Stimmtraining etc.) vermeiden. Es ist ein leider weit verbreiteter Irrtum, dass jedes Stimmband so glatt wie im Lehrbuch auszusehen hat und groß ist das Entsetzen, wenn das Stimmband dann nach einer Operation zwar schön aussieht, die Stimme aber gar nicht so schön klingt!
Natürlich gibt es aber auch Fälle, in denen eine Operation die einzige und manchmal auch leichteste Möglichkeit, ein Stimmproblem zu lösen, darstellt. Gerade bei Sängern, die ja „Stimmbandspitzensportler” sind, kommt es oft durch Überlastung, mangelnde Regeneration bei vollem Terminkalender oder weil man Krankheiten nicht auskurieren zu können glaubt, zu Veränderungen am Stimmband, die sich nur mehr operativ beseitigen lassen.
Wenn Patienten, die vor einer Stimmband-Operation stehen wüssten, wie viele großartige Sänger einen derartigen Eingriff hinter sich haben, wären sie sicher zuversichtlicher. Aber anders als im Spitzensport werden derartige Eingriffe meist nicht bekannt, da sie zu Unrecht als Schwäche, als Folge falscher Technik oder als das sich abzeichnende Ende einer Karriere betrachtet werden.
Seien Sie also beruhigt, wenn Ihnen ein derartiger Eingriff nicht erspart bleibt. Die Operation erfolgt schmerzfrei in Vollnarkose und ist gefolgt von ca. einer Woche absoluter Stimmruhe. Danach ist die Stimme normal belastbar, Sprechberufe benötigen vielleicht ein paar zusätzliche Tage Stimmaufbau und Opernsänger stehen im Allgemeinen nach vier bis sechs Wochen wieder auf der Bühne.
Die Operation wird von mir im
Goldenen Kreuz durchgeführt. Sollte Ihre Versicherung die Kosten dafür nicht übernehmen, berate ich Sie gerne, an welche Abteilung Sie sich im Einzelfall am besten wenden.