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Leider sind die Stimmbänder „gut verborgen” und es bedarf der Kenntnisse und Erfahrung des HNO Arztes, sie anzusehen und bei entsprechender Ausstattung der Ordination auch dem Patienten zu ermöglichen, seine Stimmbänder auf Video zu „bewundern”. Die Untersuchung ist viel harmloser, als sie für einen Laien vielleicht wirkt.

Bei der Kehlkopfspiegelung muss der Patient die Zunge herausstrecken und versuchen „i” zu sagen. Das klingt zwar bei offenem Mund nicht wie ein „i”, aber der Kehlkopf stellt sich dabei so, dass man mit einem Spiegel vor dem Gaumen um´s Eck auf die Stimmbänder blicken kann.

Bei der Lupenlaryngoskopie wird statt des Spiegels ein Endoskop verwendet. Mit Hilfe der flexiblen Endoskopie kann ich Patienten untersuchen, die unter einem so starken Würgereiz leiden, dass sie schon beim Zähneputzen Schwierigkeiten haben und für die dadurch jeder Zahnarztbesuch ein Horror ist. Diese Patienten „lieben” die für sie viel angenehmere Untersuchung des Kehlkopfes über die Nase, wobei natürlich vorher die Schleimhautoberfläche durch einen Spray unempfindlich gemacht wird.

Bei der Stroboskopie gelingt es durch einen Trick (Licht wird zu bestimmten Zeitpunkt auf das in Bewegung befindliche Stimmband geblitzt für das Auge entsteht der Eindruck einer Zeitlupenbewegung oder sogar eines stillstehenden Stimmbandes) Dinge sichtbar zu machen, die bei einer normalen Untersuchung verborgen bleiben (kleinste Schwellungen, Veränderungen an der Unterkante der Stimmbänder, Störungen der Stimmbandfunktion). Bei der Videostroboskopie wird an das Endoskop eine Kamera montiert und die Untersuchung auf Video aufgezeichnet. Das hat den Vorteil, Veränderungen, die nur Sekundenbruchteile zu sehen sind, in Ruhe – auch als Standbild - zu analysieren, dem Patienten zu zeigen und zu erklären und davon Bilder im Computer abzuspeichern.

So lassen sich Veränderungen über Jahre hinweg besser beurteilen und gerne nütze ich die Möglichkeit, den „Normalzustand” eines Patienten, wenn er gesund zu einer Routinekontrolle erscheint, oder am Ende einer Behandlung steht, zu dokumentieren.

 
     
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Copyright © 2004 Dr. Reinhard Kürsten.